Welche Sporen sind auf Turnieren erlaubt?
Auf Turnieren nach LPO sind Sporen aus Metall oder Kunststoff mit einer Gesamtlänge von höchstens 4,0 cm erlaubt, gemessen ab dem Stiefel. Der Dorn muss waagerecht oder nach unten geneigt sitzen, und die Enden dürfen bei normalem Einsatz keine Verletzungen verursachen. Rädchen sind zulässig, Zacken dagegen nicht.
Der Ausrüstungskatalog der FN zeigt als zulässige Beispiele unter anderem Sporen mit Kugelende, Sporen mit Dorn, Schwanenhalssporen, Hammersporen und verschiedene Rädchensporen. Ein Rad mit abgerundeten Zacken gehört nicht dazu. Maßgeblich sind immer die aktuelle Fassung des Katalogs und die Ausschreibung der jeweiligen Prüfung.
Von Julia Lühr, Ahrens Reitsport in Tangstedt · Stand
Welche Sporen auf Turnieren getragen werden dürfen, regelt der Ausrüstungskatalog der FN für Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Die Vorgaben gelten für alle Leistungsprüfungen nach LPO. Die folgende Übersicht beruht auf dem Stand Februar 2026, maßgeblich sind immer die aktuelle Fassung und die Ausschreibung.
Welche Regeln gelten für Sporen in allen LPO-Prüfungen?
Sporen dürfen höchstens 4,0 cm lang sein, gemessen ab dem Stiefel, und sie dürfen bei normalem Einsatz nicht verletzen. Im Einzelnen nennt der Katalog:
- Der Dorn muss waagerecht oder nach unten geneigt ausgerichtet sein.
- Die Endflächen dürfen bei normaler Anwendung keine Verletzungen verursachen.
- Erlaubt sind Sporen aus Metall und aus Kunststoff.
- Rädchen sind zulässig, Zacken dagegen nicht.
Welche Sporenformen zeigt der Ausrüstungskatalog?
Der Katalog bildet mehrere zulässige Formen ab, ein Rad mit abgerundeten Zacken gehört ausdrücklich nicht dazu.
- Sporen mit Kugelende
- Sporen mit Dorn
- Schwanenhalssporen
- Hammersporen
- Rädchensporen mit vertikal oder horizontal beweglicher Scheibe
- Rädchensporen mit horizontal beweglichem Rädchen oder Ball
- Sporen mit erkennbarem, breitem Dorn, der eine Impulsgebung ermöglicht
Wie unterscheidet sich die Wirkung der Sporenenden?
Flache Enden wirken nach Angaben von Sprenger stärker als abgerundete Kugelsporen. Bei Rädchensporen gilt: Je dicker und runder das Rad, desto weicher die Wirkung. Ein Zackenrad wirkt punktueller als ein glattes Ballrad, ist auf LPO-Turnieren aber nicht zugelassen. Sporen mit Rad sollten regelmäßig von Haaren und Schmutz befreit werden, damit sich das Rad frei dreht.
Welche Länge ist die richtige?
Die passende Länge hängt laut Sprenger auch vom Reiter ab. Wer kurze Beine hat, kommt meist mit kürzeren Sporen aus. Bei langen Beinen können längere Sporen helfen, die Schenkellage ruhig zu halten. Nach oben gebogene Schwanenhalssporen verkürzen einen großen Abstand zum Pferdebauch. Grundsätzlich rät der Hersteller, so weich und rund wie möglich zu wählen und erst dann zu längeren oder stärkeren Modellen zu wechseln, wenn das Bein mit kurzen Sporen unruhig wird.
Wann sind Sporen für Reiter und Pferd geeignet?
Sporen gehören in geübte Hände. Erst mit ausbalanciertem Sitz und ruhiger Schenkellage lassen sie sich laut Sprenger korrekt einsetzen, und auch bei jungen Pferden sollte man anfangs darauf verzichten. Für Einsteiger empfiehlt der Hersteller abgerundete Sporen oder Kugelsporen mit kurzem Dorn, für sensible oder geschorene Pferde weiche Modelle mit breitem Rad.
Quellen
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